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| ISBN: 3822809446 ISBN: 3822809446 ISBN: 3822809446 ISBN: 3822809446 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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1654: Die schwangere Hendrickje wird zwischen dem innerhalb von einem Monat
viermal
vor den Rat der Reformierten Kirche geladen, der Hurerei
angeklagt und verwarnt weil
sie mit Rembrandt Unzucht getrieben habe. Geburt des fünften
Kindes Rembrandts.
Das mit Hendrickje Stoffels unehelich gezeugte Kind bekommt den
Namen Cornelia 3.
1656: Rembrandt beantragt Konkurs, da er seine Schulden nicht mehr
zurückzahlen kann.
1657: Rembrandts Sammelleidenschaft und seine schlechte
Geschäftsführung führen zum
wirtschaftlichen Zusammenbruch, sein Haus und sein gesamter
Besitz werden
versteigert.
1660: Rembrandt darf, da zahlungsunfähig, nicht mehr seine eigenen
Werke verkaufen und
nicht mehr mit anderen Kunstwerken in seinem Namen handeln. Titus
und Hendrickje
gründen eine Kunsthandlung, in der Rembrandt als
Angestellter fungiert.
1669: Am 4. Oktober stirbt Rembrandt.
Schaffensperioden und Merkmale seiner Kunst:
Die meisten seiner Werke beinhalten biblische Themen, seltener sind
historische und mythologische Szenen. Seine über 100
Selbstbildnisse, durch die sein Leben und sein Altern fast lückenlos
dokumentiert ist, verdeutlichen Rembrandts Hang zur Individualität. Eine
völlige Neuerung stellen außerdem seine sog.
„Gruppenbilder“ dar. Rembrandts erste Schaffensphase begann mit
seiner Lehrzeit in Leiden, er wusste hier bereits die Szenen räumlich und
seelisch zu vertiefen. Ausgangspunkt für diese erste Phase waren die
Modellierungen und die bunte Farbigkeit seines Lehrers Lastmann.
Die eingehende Wiedergabe des Stofflichen und die Gegensätze von Licht
und Schatten steigern sich ins Dramatische. Rembrandt hatte die Fähigkeit,
das Helldunkel in den Dienst sachlicher Gegebenheit zu stellen. Des weiteren
nahm er zuweil eine radikale Reduzierung der bislang üblichen
themenverdeutlichen Bildelemente vor.
Mit seiner Übersiedlung nach Amsterdam beginnt Rembrandts zweite
Schaffenszeit. Hier entwickelt er zunehmend einen monumentalen Stil, Rembrandt
gelangte zu flächenbetonende, ausgewogene Kompositionen, Figuren gewannen
wieder mehr an Bedeutung. In den 60er Jahren verband er Monumentalität mit
fließender, in sich selbst ausdrucksvoller Farbigkeit. Spätere
Handzeichnungen weisen eine alles erfüllende Ruhe und Klarheit auf. In
ihnen hat Rembrandt sich vor Ort mit der Realität seiner
Landschaftsumgebung auseinandergesetzt. Die spontan dynamische
Strichführung imponiert noch mehr seine Kunst des Weglasssens. Seine
Spätwerke sind tiefsinnige Bilddichtungen, einzigartig in der
europäischen Kunst.
Seine Bilder
Selbstbildnis im Arbeitsmantel:
Technik: Feder und Bister auf bräunlichem Papier
Es zeigt sich die entschiedene Frontalität der Darstellung, die
Bemühung um eine Rahmengerechtigkeit der Formgliederung und eine bis in die
Formgliederung und eine bis in die Formgebung, den Federstrich sich erstreckende
Monumentalisierung der Gestalt. Diese Skizze diente später als Vorlage
für eine Malerei.
Saskia im Bett mit einer Dienerin:
Technik: Feder, Pinsel, Bister, Tusche
An diesem Bild zeigt sich, dass Rembrandt nur die für ihn wichtigsten
Elemente des Bildes klar herrausarbeitet. Durch Verdichtung von Linien deutet er
Schatten an. Den Rest deutet er nur flüchtig mit einigen Strichen
an.
Das letzte Abendmahl nach Leonardo:
Technik: Rötel
Rembrandt studiert seine Vorbilder indem er ihre Bilder abzeichnet, nicht
aber unbedingt ohne sie abzuändern. So hat er z.B. bei diesem Bild den
Hintergrund, der im Original eine mit Fenstern durchsetzte Rückwand ist
durch einen Baldachin. Durch diese Änderung wird die Hauptfigur (Jesus)
noch stärker von den anderen Figuren abgehoben.
Quellen: Rembrandt, von Otto Pächt
Elemente künstlerischer Gestaltung, von
W.Nerdinger
Lexikon der Kunst
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